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The White Noise

The hero lies within all of us.

Allied Feathers & Down und Peak Performance haben sich für eine neue Art Film über den Klimawandel zusammengetan: WHITE NOISE. Begleiten Sie Musiker und Model Clinton Van Arnam aus Los Angeles durch den urbanen Raum und zu den schwindenden Gletschern der Arktis. Er hört ihnen zu, studiert sie und zeichnet die Geräusche in ihrem Inneren auf.

Beide Marken sorgen sich um das Wohl unseres Planeten und setzen sich für dessen Erforschung und Schutz ein, ohne modisches Styling und einen vermehrt urbanen Lifestyle außer Acht zu lassen. Somit bringt eine solche Zusammenarbeit unserer Ansicht nach zahlreiche Synergien und eine neue Kraft mit sich, die weit über die Möglichkeiten des Einzelnen hinausgehen. Wir lieben dieselbe Natur, sind von denselben Trails und Gipfeln fasziniert und sind in denselben Straßen unterwegs. Und wir erzählen dieselben Geschichten, die dort passieren.

Wir kennen die Fakten schon seit Jahren. Der Klimwandel ist real und auch die Rolle, die wir dabei spielen, ist klar. Es gibt unzählige Quellen, Webseiten, Medienberichte und Dokumentationen zu diesen Fakten – sie liefern uns mehr und mehr Informationen in der Hoffnung, dass irgendetwas davon in unseren Köpfen „hängenbleibt“. Allerdings sehen wir uns bei einer solchen Flut an Informationen auch mit einer gewissen Abstumpfung konfrontiert. Jean Baudrillard hat es sehr treffend beschrieben: Ein Übermaß an Informationen und Inhalten führt paradoxerweise zu einer „Weichzeichnung“ der Realität. So ist leider die Welt, in der wir heute leben. Die allgegenwärtigen und einfach zugänglichen Daten zum Klimawandel sind deren schlimmster Feind. Sie sorgen bestenfalls für Verwirrung, Abgrenzung und Missverständnisse, schlimmstenfalls für eine komplette Verleugnung.

Was es jetzt braucht, ist ein anderer Ansatz und eine neue Sichtweise auf diese Daten. Denn blanke Fakten erreichen uns nicht, zu Zahlen stellen wir schlichtweg keinen Bezug her. Und bekanntermaßen sind Wissenschaftler auch keine besonders guten Geschichtenerzähler.
Es ist an der Zeit, diesen Datenschatz in sehr persönliche und vertraute Geschichten zu übersetzen. Kunst und Musik sind seit jeher Tranporteure progressiver Gedanken und progressiven Handelns – und vielleicht können diese Medien dem Klimawandelaktivismus ein neues Gesicht und neue Energie geben. Indem man die Verbindung zwischen Mensch und Natur erforscht und dem Eis eine Stimme verleiht.

WHITE NOISE wurde ins Leben gerufen, um dem Zuschauer eine enge Verbindung mit dem Eis zu ermöglichen - dort, wo der Ursprung aller Informationen tatsächlich zu sehen, zu hören und intensiv zu spüren ist. Es gibt dabei keinerlei Text, keine Darstellung bereits bekannter Fakten – die Reise ist rein emotional. Der Soundtrack steht für ein neues erzählerisches Konzept, das alle erhobenen Daten durch das archetypische Medium der Musik transportiert. Der Musiker Clinton Van Arnam aus Los Angeles wird dabei zum visuellen Symbol eines neuen Helden, der bereits in jedem von uns schlummert.

Eine wirkliche Veränderung kann nur stattfinden, wenn wir alle tief in uns ein echtes Bedürfnis danach verspüren. Vielleicht ist es noch nicht zu spät, um unsere Perspektive auf unser Tun und dessen Auswirkungen auf unsere Umwelt zu verändern. WHITE NOISE versteht sich als Leuchtfeuer der Möglichkeiten und als Hoffnungsgeber in einer sehr, sehr wichtigen Zeit. Das Werk porträtiert die Verbindung, die wir alle zur Natur – und zueinander – haben. Damit wir alle unseren kleinen Teil dazu beitragen können, auf globaler Ebene eine große Veränderung herbeizuführen.


PLAY

Das Team von WHITE NOISE hat mit führenden Wissenschaftlern zusammengearbeitet, die über Jahrzehnte hinweg visuelle und auditive Daten gesammelt haben. Sie wollten wissen, wie diese Daten normalerweise und bisher über die Medien kommuniziert werden beziehungsweise wurden. Klimatologen in der Arktis und Antarktis haben den Rückgang der Gletscher mithilfe von Ultraschallaufnahmen der seismischen Aktivitäten untersucht – mit beunruhigenden Ergebnissen: Das Eis ächzt und schreit buchstäblich, wenn es bricht und allmählich dahinschwindet.

Die Nutzung dieser Daten als „Instrument“ und das Unterlegen mit den im Inneren der Gletscher aufgenommenden Geräuschen führt nicht nur zu einer anderen Art der Information, sondern schafft auch eine völlig neue Erlebniswelt. Denn aus den Fakten wird Musik. Die Information selbst erzählt schon eine Geschichte, jetzt muss sie lediglich in eine experimentelle, packende, poetische, moderne und ästhetisch relevante Form gebracht werden, damit sie eine Generation erreicht, die gegenüber blanken Zahlen bereits abgestumpft ist.

Der Film begleitet den US-amerikanischen Musiker Clinton Van Arnam auf einer sowohl persönlichen als auch poetischen Entdeckungsreise. Man sieht ihn in einer Siedlung, die – vom steigenden Meeresspiegel bedroht –verlassen wurde. Man wird Zeuge, wie er von den Geräuschen und visuellen Auswirkungen des Klimawandels verfolgt wird. Und im Angesicht der zurückgehenden Glazialebenen spürt, erfasst und interpretiert er die Stimmen des Eises und verwandelt das Flüstern, Weinen, Schreien und die Monologe in bedrückend schöne Musik – ein Requiem und ein Hilferuf aus dem Eis für das Eis.
Clinton wird als Held dargestellt, als Klimaflüchtling. Als eine neue Art Krieger sucht er nach der Kraft einer Landschaft und findet sie tief in ihr verborgen. Beim Queren des Eises wird er von einer Drone begleitet, die seine Bewegungen aufzeichnet. Aus Sicht dieses Intruments der Zukunft ist der Protagonist selbst Beobachtungsobjekt. Die Botschaft ist klar: Er ist genauso Teil des Eises wie die Geräusche, die er aus ihm aufnimmt.

Wir sind eng mit der Welt um uns herum verbunden und jede unserer Aktionen dafür und dagegen entspricht einer Aktion für oder gegen uns selbst. Vielleicht ist in einer Welt, in der jetzt Handlungsbedarf besteht, das Wichtigste auch das Einfachste. Verständnis und Einsicht sind oftmals die effektivste Waffe.
Um den ganzen Film anzusehen, klicke hier whitenoisefilm.com