The Life Of A Skier

The Life Of A Skier

Skifahren ist mehr, als einfach nur Drehungen an einem Berghang zu machen. Es ist das Gefühl der Freiheit, das entsteht, wenn man auf einem stillen Gipfel steht. Die Aufregung, auf neuen Wegen unterwegs zu sein und seine eigenen Grenzen zu überwinden. Neue Herausforderungen anzupacken, die Erwartungen zu übertreffen und dabei niemals zu vergessen, auch ganz normale Tage auf den Pisten zu genießen.

Um das Skifahren ganz zu verstehen, müssen wir auch die kleinen Zwischenräume zwischen den großen Erlebnissen betrachten. Die wahre Bedeutung des Sports ist nicht in den größten Läufen und beeindruckendsten Leistungen zu finden, sondern in den Momenten, die darauf hinführen.

In diesen Momenten, in denen wir echte Fortschritte und wahre Inspiration spüren, finden wir das Leben eines Skifahrers

Reisen

Früh morgens zum Bahnhof laufen, während die Stadt noch schläft. Tief im Rücksitz eines Autos versunken sein und sehen, wie die Landschaft vorbeizieht. Welche Szenen von unseren eigenen Reisen auch auftauchen, das Reisen ist ein unverwechselbarer Teil des Lebens eines Skifahrers.

Der Klang der Reißverschlüsse der Reisetasche vor Sonnenaufgang. Der Geklapper des Rollkoffers auf einer stillen Straße. Die Stadt hinter sich lassen, unterwegs sein. Die Sehnsucht nach dem Knirschen von kaltem Schnee unter den Skistiefeln. Wilde Natur. Frische, klare Luft. Tiefe Wälder und Bergspitzen, die sich vor dem nachtblauen Himmel abzeichnen.

Reisen...

Einige von uns sehen es als notwendiges Übel an, für andere ist es ein zentraler Bestandteil ihres Ethos: neue Regionen kennenlernen, neue Erfahrungen sammeln, frühere Grenzen überwinden, neue Dinge mit neuen Augen betrachten. Doch das Reisen bietet auch die Möglichkeit, die Räume „zwischen“ den Zielen wertzuschätzen, für eine Zeit abzuschalten, nachzudenken und unsere Gedanken auf das zu richten, was kommt.

Das Skifahren bringt uns an Orte, an die wie anderenfalls wohl nie gekommen wären. Orte, von denen wir nicht einmal wussten, dass es sie gibt. Fernab von unserer normalen Umgebung erweitern wir unseren Horizont und entdecken mehr als nur neue Berge.

Neben den Berge

Das Leben in den Bergen ist mehr als nur die Zeit, die wir in den Skistiefeln erleben. Es geht auch darum, den Horizont zu erweitern und Inspiration zu finden. Uns vorzubereiten darauf, was morgen ist.

Wenn es stürmisch ist, bringen uns die Berge oft nicht in die richtige Stimmung. Diese „Auszeiten“ sind ein unvermeidbarer Teil des Skifahren. Und um ehrlich zu sein – nach vielen Tagen auf den Skiern sind die Beine schwer geworden. Und wenn man dann vom heulenden Wind geweckt wird und die Lifte geschlossen sind, kann das manchmal wie ein Geschenk wirken.

Wir nutzen die Zeit, um uns zu erholen. Um uns auf einen weiteren Tag vorzubereiten, um Dinge zu tun, die wir vernachlässigt haben, oder ganz einfach um unsere Energien auf etwas anderes zu richten. Vielleicht laufen wir ein wenig und schauen uns die Umgebung an. Oder wir ruhen uns aus, vertiefen uns in ein Buch oder machen ein wenig Yoga. Vielleicht laden wir Freunde zum Abendessen ein und erzählen uns Geschichten von früher und Anregungen für die Zukunft.

Ein guter Skitag beginnt nicht unbedingt am Lift oder wenn wir uns morgens in die Skistiefel quetschen. Er kann viel früher beginnen – wenn unsere Erwartungen mit dem zunehmenden Schneefall wachsen. Ein guter Skitag beginnt mit der ruhelosen Vorfreude, wenn wir uns vorstellen, was alles kommen wird. Wenn uns ein vertrautes Kribbeln sagt, dass wir wieder in die Berge möchten.

Auf dem Berg

Für einige von uns ist das Leben auf dem Berg wie eine Droge. Wenn wir zu lange weg waren, zieht es uns einfach zurück dahin. Wenn wir unsere Augen schließen, stellen wir uns vor, wie sich ein guter Tag auf den Bergen anfühlt.

Viele unserer besten Erfahrungen in den Bergen sind nicht mit den außergewöhnlichen Momenten verknüpft, sondern mit Erlebnissen, bei denen wir genauer hinsehen müssen, um sie zu erkennen. Die übersehenen oder verborgenen Momente: Schlangestehen an der Seilbahn und das Lächeln einer Liftmitarbeiterin einfangen, im Schneesturm mit Freunden auf der Piste herumtollen, zu viel Spaß haben, um eine Mittagspause zu machen, einfach noch einmal herunterfahren – und danach vielleicht noch einmal.

Indem wir diese kleinen Momente würdigen, werden die guten Zeiten noch besser. Nicht nur das Abklatschen und die vielen Umarmungen nach der besten Abfahrt der Saison, sondern das leise Verständnis nach einem perfekten Tag, wenn ein leises Lächeln alles sagt und keine Worte nötig sind.

Das sind die Erinnerungen, die uns mit einem Gesamtgefühl von guten Zeiten in den Bergen zurücklassen. Die dafür sorgen, dass wir wiederkommen. Und die uns neugierig darauf machen, was der nächste Skitag bringen wird.